|
Was sollte man beim Anruf bei der
Feuerwehr bereits mitteilen.
Wo befindet sich das Nest ?
Nistplatz genau beschreiben (Unmittelbarer Wohnbereich, Dach, Garten
etc.), Entfernung zum Nest (Höhe, Abstand)
Ist das Wespennest sichtbar
?
Freihängend als Freinister oder versteckt lebend als Dunkelhöhlenbrüter
Nest (Nesthülle)
beschreiben lassen
Färbung (grau oder ocker), Form, Größe
Um welche Tiere handelt es
sich, wie sehen die Tiere aus ?
Wespen, Hornissen, Hummeln, Bienen, Farbe, Größe, Behaarung,
Flugverhalten - Flugverkehr im Dachbereich, hängen vielleicht die Beine
im Flug herunter ?
Weshalb fühlt sich der
Anrufer gestört oder gefährdet ?
Starker Flugverkehr, nachgewiesene Allergie, unmittelbarer
Lebensbereich, Kinder
Seit wann ist das Nest da ?
Ist das Nest bereits viele Wochen unbemerkt vor Ort
Wie viele Tiere fliegen ein
und aus (pro Minute) ?
Beobachten! Der Anrufer setzt sich mit den Tieren auseinander und stellt
evtl. fest, dass die Wespen eigentlich gar kein Problem sind.
Durch Beantworten dieser Fragen kann sich die Feuerwehr bereits im
Vorfeld ein Bild über die Situation vor Ort machen, eine evtl. Gefahr
abschätzen und sich selbst folgende Fragen beantworten:
-
Um welche Wespenart
handelt es sich ?
-
Wie groß ist das Nest
bzw. kann das Nest noch werden? (Volksstärke, Ausmaße)
-
Wie groß ist die
Störung oder die Gefahr für den Menschen? Kann sich der Anrufer
durch einfache Maßnahmen selbst Helfen (Fliegengitter)
Wespen- und Hornissenstiche
sind nicht gefährlicher als Bienenstiche
Mythos der tödlichen Stiche
"7 Stiche töten ein Pferd, 3 einen Menschen", heißt es im Volksmund -
ein Mythos, denn Hornissenstiche sind für Menschen nicht gefährlicher
als Wespen- oder Bienenstiche, allerdings meist schmerzhafter. Die gute
Nachrichte: Hornissen sind weitaus friedfertiger als ihre stechenden
Verwandten, da sie sich nur bei Störungen im unmittelbaren Nestbereich
verteidigen. Im Gegensatz zu Bienen, verlieren Wespen und Hornissen ihren Stachel
beim Stich nicht. Dies liegt an der unterschiedlichen Lebensweise:
Bienen sind Nektarsammler, im Bienenstock lagern große Mengen Honig, der
gegen räuberische Feinde (meist Wirbeltiere, wie Dachs, Braunbär und
Mensch) verteidigt werden muss. Zwar verliert die Biene beim Stich mit
ihrem Stachel auch ihr Leben, die Wirksamkeit des Giftes wird dadurch
jedoch erhöht. Denn während sich eine stechende Biene leicht abstreifen
lässt, bleibt der Stachel stecken. Dadurch gelangt der Inhalt der
Giftblase mit ca. 0,1 mg Gift vollständig in die Wunde. Wespen und
Hornissen hingegen benutzen ihren Stachel hauptsächlich zum
Nahrungserwerb, sprich zur Insektenjagd. Sie sind also verglichen mit
Bienen gar nicht darauf eingestellt, Säugetiere und uns Menschen zu
verletzen. Diese Insektenjäger können sich auch keinen
verschwenderischen Umgang mit ihrem Gift leisten und injizieren daher
gerade mal 0,01 mg Gift in die Wunde
weitere Tipps vom Nabu = = = > |