- Am Kaffeetisch und
beim Grillen:
Wespen stechen sobald sie sich bedroht fühlen. Vermeiden Sie deshalb
heftige Bewegungen.
- Nur zwei der acht
heimischen Wespenarten stehen auf Süßspeisen und Fleisch / Wurst
(Deutsche Wespe und Gemeine Wespe). Es ist sinnvoll Nahrungsmittel
im Freien abzudecken und Reste wegzuräumen. Nachdem Essen sollte der
Mund bei Kindern abgewischt werden, um die Wespen nicht anzulocken.
- Nie direkt aus der
Flasche trinken. Am besten Getränke mit dem Strohhalm trinken.
- Wespen können von
Gerüchen wie Parfum, Cremes, Holzmöbelpolitur oder ähnlichen Düften
angezogen werden. Außerdem fliegen Sie gerne auf bunte Kleidung.
- Um Wespen, Bienen
und andere Insekten aus dem Haus zu halten, empfiehlt es sich
Fliegengaze an Fenstern und Türen insbesondere den Küchen-, Bad- und
Kinderzimmerfenster anzubringen.
- Wespennester am Haus
dürfen nicht einfach eingeschlossen werden, da sich die Tiere dann
einen anderen Ausgang suchen und so ins Haus gelangen können. Am
verschlossenen Einflugloch müssen Sie dann mit aggressiven Wespen
rechnen.
- Bleibt man auf einer
Distanz von 2-3 Metern zum Nest und versperrt die Flugbahn der
Wespen nicht, fühlen sie sich nicht bedroht.
- Obst rechtzeitig
abernten und aufsammeln. Blattläusen mit biologischen Maßnahmen
vorbeugen bzw. diese bekämpfen, da die süßen Ausscheidungen der
Läuse Wespen anziehen.
- Wespen können
Holzverschalungen oder Holzverkleidungen leicht beschädigen, da sie
das Holz als Grundstoff zum Bau ihrer Nester verwenden. Wenn Sie
sicher gehen möchten, dass Ihre Holzverkleidungen intakt bleiben,
sollten Sie diese mit umweltfreundlichen Lacken und Farben
regelmäßig pflegen.
- Um Wespen, die sich
ins Haus verirrt haben, wieder nach draußen zu bringen, wird ein
Glas über die Wespe gestülpt und vorsichtig ein Stück Papier als
Boden untergeschoben.
- Nach den ersten
Frostnächten im Herbst gehen die Wespen ein. Man kann das Nest dann
gefahrlos entfernen. Es empfiehlt sich, die Stelle gut zu säubern,
denn Wespen orientieren sich am Geruch. Wohnungssuchende Königinnen
könnten sonst im nächsten Jahr wieder an der Stelle einfinden, an
der es "nach Wespe riecht".
- Falls sich am oder
in der Nähe des Hauses Wespen in einem Nest angesiedelt haben,
ziehen Sie einen Experten zu Rate. Die untere Naturschutzbehörde bei
ihrem zuständigen Landratsamt informiert über die Experten vor Ort,
die dann ein Wespennest umsiedeln können.
- Übrigens besteht
kein grundsätzlicher Anspruch des Nachbarns auf Entfernung des
Nestes. Man haftet also nicht für das Nest und seine Folgen, es sei
denn, man hat es gezielt und bewusst dort angesiedelt.
- Die meisten
Wespenarten sind kuzzyklisch und ab Ende August wieder verschwunden.
Die Nester, die dann noch aktiv sind und wachsen sind Nester der
Deutschen oder der Gemeinen Wespe. Generell kann man sagen, dass
alle Arten, deren Nester man sieht - also freihängend im Gebüsch
oder unter dem Schuppendach - den "unproblematischen" Arten
zuzuordnen sind, die frühzeitig verschwinden und die auch keine
Bauschäden verursachen. Wespennester in Rolladenkästen oder im Dach
können dagegen Bauschäden verursachen. Hier sollten Sie einen
Experten zu Rate ziehen.
- Hornissen genießen
durch die Bundesartenschutzverordnung (BArtSchV) besonderen Schutz.
Werden Nester ohne Genehmigung zerstört oder umgesiedelt, kann es zu
hohen Geldbußen kommen. Ist die Umsiedlung eines Hornissennestes
notwendig und nur eine Zerstörung sinnvoll, beantragen Sie dies
bitte bei Ihrer Stadt oder Gemeinde. Auf jeden Fall sollten Sie
einen Experten zu Hilfe bitten.
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